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Anysight von Bosch

FAQ: Die wichtigsten Fragen rund um Anysight von Bosch

Karten mit aufgedrucktem Fragezeichen liegen auf einem holzartigen Hintergrund

Geschäftsmodell und Preise

Wie berechnet sich der Preis der Dienstleistung?

Der Preis der Dienstleistung berechnet sich nach der Anzahl von überwachten Leistungsorten und überwachten Wohneinheiten. Das hat den Vorteil, dass wir Ihnen sehr schnell und ohne zeitaufwändige Vorbegehungen ein Angebot unterbreiten können, das sich am Mehrwert der Lösung orientiert. Unser Anspruch ist das „Ein-Stunden-Prinzip“: weder die Beauftragung noch die Vernetzung im Heizungskeller dauern länger als eine Stunde.

Warum ist der Preis abhängig von der Anzahl an überwachten Wohneinheiten und nicht von der Größe des Gebäudes oder der Heizung?

Heizungen sind unterschiedlich komplex. Je komplexer die Anlage, desto mehr Sensoren und Daten müssen übertragen werden. Anysight übernimmt das Risiko dieser Komplexität und verbaut so viele Sensoren wie nötig. Es profitiert jede einzelne Nutzungseinheit (NE) bei dieser Lösung, bei einem Ausfall sind i.d.R. alle NE betroffen, es ruft i.d.R. auch nicht nur ein Mieter an sondern mehrere. Jeder Mieter profitiert von der Energieeinsparung.

Benötige ich je Gebäude eine separate Anysight-Installation?

Jedes Gebäude muss mit aktiven Komponenten, also Bauteilen, die ausfallen können oder die Wärmeverteilung beeinflussen, überwacht werden. Typischerweise ist in versorgten Gebäuden mit eigenem Verteilerraum/Technikraum eine separate Anysight-Installation notwendig. Wird ein Gebäude nur über einen Heizkreis versorgt, ist keine separate Anysight-Installation notwendig.

Welche Vertrags- und Nutzungsmodelle gibt es?

Pilotverträge: Sie erhalten die Möglichkeit, anysight für 12 Monate auszuprobieren. Nach Ablauf dieser 12 Monate kann der Service entweder gekündigt und das anysight IoT Gateway zurückgesendet werden, oder der Service wird in eines der beiden langfristigen Nutzungsmodelle überführt.

Mietverträge: Sie mieten die verbaute Hardware gegen ein Entgelt je Monat/Quartal/Jahr. Bosch schuldet den einwandfreien Betrieb der verbauten Hardware über die gesamte Mietdauer, auch über die gesetzliche Gewährleistungsdauer von 2 Jahren hinaus. Zusätzlich zur Miete fallen die Monitoring-Gebühren an.

Kaufverträge: Sie kaufen die verbaute Hardware zu einem Einmalpreis. Im laufenden Betrieb fallen nur die Monitoring-Gebühren an.

Fallen zusätzliche Kosten für die Datenübertragung an?

Nein, im Preis sind alle Datenverbindungskosten bereits enthalten.

Was passiert, wenn ich nach 12 Monaten von Anysight überzeugt bin und die Services weiter nutzen möchte?

Gerne bieten wir Ihnen nach der Pilotierungsphase langfristige Nutzungsmodelle für die bereits überwachten Anlagen an. Dabei können Sie zwischen dem Kauf der Hardware zum Restwert und einer Weiterführung in einem Mietmodell wählen. Die monatliche Nutzungsgebühr bleibt davon unberührt. In jedem Fall verzichten wir auf die Abrechnung von Kosten für eine spätere Neu-Installation. Falls Sie weitere Gebäude mit unserer Lösung ausstatten möchten, bieten wir Ihnen diese gerne direkt in den oben aufgeführten Nutzungsmodellen an. Unsere Mitarbeiter freuen sich auf Ihre Anfragen.

Was passiert, wenn ich Anysight nach 12 Monaten nicht weiter nutzen möchte?

In diesem Fall müssen Sie nichts weiter tun, als das Gateway auszustecken und innerhalb von zwei Monaten nach Ende der Vertragslaufzeit an die Bosch Service Solutions GmbH zurückzuschicken. Es sind keine weiteren Rückbaumaßnahmen erforderlich, die Sensoren können entweder auch an uns zurückgesendet oder selbstständig entsorgt werden. Der Vertrag verlängert sich nicht weiter, es entstehen Ihnen keine weiteren Kosten.

Wann beginnt die Vertragslaufzeit?

Die Vertragslaufzeit beginnt mit dem Ersten des Folgemonats nach erfolgter Installation.

Verlängert sich der Vertrag automatisch?

Pilotverträge verlängern sich nicht automatisch. Miet- und Kaufverträge verlängern sich nach der Erstlaufzeit um jeweils 12 Monate.

Wie werden gewerbliche Immobilien, bzw. gewerbliche Nutzeinheiten in Mischnutzung (Gewerbe- und Wohneinheiten in Gebäude) berücksichtigt?

Rein gewerbliche Liegenschaften können bislang aufgrund des abweichenden Heizverhaltens nicht bedient werden. In gemischt genutzten Gebäuden ist eine Anysight-Installation möglich.

Was kann Bosch anbieten, wenn ich Aufzüge und Heizungen in einem System überwachen möchte?

Beide Gewerke sind standardmäßig integriert. Das bedeutet, dass Sie als Kunde mit den gleichen Benutzern beide Gewerke in einem Portal einsehen können. Für die Integration fallen keine Extrakosten an. Dabei ist es egal, ob Sie zuerst nur eines der beiden Gewerke einbinden möchten und das andere Gewerk nachträglich beauftragen, oder beide Gewerke gleichzeitig aufschalten.

Maßnahmen, Ansichten und Benachrichtigungen lassen sich individuell pro Gebäude und Gewerk einrichten.

Datenschutz und Datensicherheit

Wo werden die Daten gespeichert?

Alle Daten werden in einer sicheren Cloud-Umgebung von Bosch oder zertifzierten Dienstleistern gespeichert, die den Anforderungen an die Daten- und Informationsschutzrichtlinien von Bosch, sowie rechtlichen Vorgaben entsprechend. Serverstandort für alle Daten aus dem Betrieb des Services ist in den meisten Fällen Frankfurt, in jedem Fall aber innerhalb des EWR.

Wem gehören die Daten?

Alle anlagenbezogenen, im Rahmen der Anlagenüberwachung erhobenen Daten und Informationen gehören dem Kunden und können auf Anfrage auch gebündelt bereitgestellt werden, bspw. als csv-Datei. Mit Vertragsabschluss wird der Bosch Service Solutions GmbH ein zeitlich unbefristetes Nutzungsrecht der Daten gewährt, das auch nach Ende der Vertragslaufzeit gültig ist. Alle nicht unmittelbar anlagenbezogenen Daten und Information, wie bspw. zur Netzabdeckung, gehören ausschließlich der Bosch Service Solutions GmbH.

Wie sieht es mit der Einhaltung der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und den Daten der Bewohner aus?

Ab fünf Wohneinheiten im Gebäude gilt die Analyse als anonymisiert, somit ist keine separate Einwilligung der Bewohner und/oder Benachrichtigung notwendig. Bosch verpflichtet sich zur strengsten Einhaltung der Anforderungen der DSGVO, sowohl bei Installation als auch im laufenden Betrieb. Durch entsprechende technisch-organisatorische Maßnahmen wird sichergestellt, dass alle personenbezogenen oder personenbeziehbaren Daten mit entsprechender Sorgfalt und Sicherheit verarbeitet werden. Weitere Informationen hierzu bieten die Datenschutzhinweise.

Voraussetzungen und Nutzung

Wie erhalte ich Informationen über eine Störung?

Aktuell erfolgt die Störungsmeldung per Email-Benachrichtigung an die mit Ihnen abgestimmten Empfänger. Zudem werden im Online-Portal alle Störungen als Status "rot" ausgewiesen und generieren einen neuen Störungsfall ("Case"). Zukünftig wird auch eine Störungsmeldung per SMS oder Anruf über die Service Center möglich sein.

Wer erhält Informationen über eine Störung?

Die Definition von Kontaktpersonen obliegt ausschließlich Ihnen als Kunden. Bereits bei der Einrichtung können unternehmensinterne und externe Dritte als Kontaktpersonen für Störungsmeldungen definiert werden. Die je Anlage definierten Personen erhalten parallel diese Störungsmeldung, es gibt keine Sequenz.

Welche Informationen sind in der Störungsmeldung enthalten?

  • Welche Komponente ist ausgefallen?
  • Ist nur die Wärme- oder auch die Warmwasserkomponente betroffen?
  • Welche Gebäude sind von dem Ausfall betroffen?

Welchen Aufwand habe ich, bis das System tatsächlich bei mir eingebaut ist und läuft?

Im Angebotsprozess benötigen wir von Ihnen drei grundlegende Informationen zu Gebäuden, Wohneinheiten und Verbauorten von Heizungen. Wenn Sie sich für unsere Lösung entschieden haben, legen Sie je Gebäude Kontaktpersonen für Störungsfälle fest. Falls Sie eine Installation durch uns wünschen, entstehen bei Ihnen keine weiteren Aufwände. Wir vernetzen Ihre Anlagen zügig. Wünschen Sie eine Installation durch eigene Wartungspartner/Heizungsbauer, senden wir Ihnen das benötigte Material zu und Ihre Installationspartner erhalten eine kurze Online-Schulung. Wenden Sie sich bei Fragen dazu gerne an uns.

Gibt es irgendwelche Voraussetzungen, damit die Lösung verwendet werden kann?

Es muss zwingend eine freie Steckdose mit Netzstromanbindung im Heizungskeller/Installationsraum vorhanden sein! Optimaler Weise ist die Netzstromdose in unmittelbarer Nähe des Wärmeerzeugers montiert. Ist keine Steckdose vorhanden, sollte dies durch den Kunden vor der Installation durch einen entsprechenden Fachhandwerker erledigt werden. Ein entsprechendes Informationsblatt können Sie hier herunterladen.

Vertraglich wird eine Mindestsignalstärke des Netzes von 105dBm gefordert, um die Leistungserbringung sicherstellen zu können. Sollte kein ausreichender Empfang vorhanden sein, um den Service zu erbringen, kann anysight als Auftragnehmer vom Vertrag für das jeweilige Gebäude zurücktreten oder nach Rücksprache mit dem Kunden erweiterte Empfangskomponenten zu Lasten des Auftraggebers einbauen. Das ist typischerweise eine Wurfantenne aus Lüftungsschächten o.ä.

Wir empfehlen eine kurze Vorabprüfung des Empfangs mit dem Mobilfunkgerät, bspw. über die kostenlose App "Network Signal Info" (Android, via PlayStore) oder Opensignal - Abdeckungstest (iOS, via Apple App Store).

Wie erfolgt die Installation, wer übernimmt sie? Welche Kosten entstehen dadurch?

Die Installation des Anysight-Systems erfolgt entweder durch Bosch oder durch den Kunden. Bei Installation durch Bosch wird die Installation deutschlandweit durch den Bosch-Werkskundendienst abgebildet. Bei Installation durch den Kunden kann es sich entweder um eigene Techniker des Kunden handeln, oder aber auch um durch den Kunden beauftragte Heizungsbauer. In diesem Fall erfolgt eine kurze Online-Schulung des Installateurs. Danach kann die Lösung eigenständig installiert werden, die Fakturierung des Aufwandes erfolgt direkt von Heizungsbauer an den Kunden.

Wo werden die Sensoren angebracht? Wie viele sind im Preis inbegriffen?

Die Sensoren werden fest direkt auf der Oberfläche der verschiedenen Heizungsleitungen montiert. Für die Installation wird die Isolation der Rohre geöffnet und nach Montage und Kommissionierung der Sensoren wieder verschlossen. Es findet kein Eingriff in das Fluid-/Heizungssystem statt. Alle Sensoren, die für die Überwachung des Heizungssystems notwendig sind, sind über das Entgelt abgegolten.

Welche Arten von Sensoren werden installiert?

Es werden kabelgeführte Temperaturanlegefühler verbaut. Diese finden bspw. auch bei Rücklauffühlern mancher Kesselregelungen oder aber bei Wärmemengenzählern der Messdienstleister Anwendung.

Kann die zuständige Wartungsfirma Zugang zum Anysight-Portal erhalten?

Ja, falls diese nicht bereits die Installation durchgeführt hat, kann die Wartungsfirma einen dauerhaften Zugang zum Onlineportal erhalten. Dafür ist der Wartungspartner in dem Anlagenerfassungsbogen als Kontakt aufzuführen. Die energetischen Auswertungen werden immer an den Kundenkontakt selbst versendet, da dieser der Besteller der Dienstleistung ist. Sie können diesen Report in PDF-Form jedoch einfach an den zuständigen Wartungspartner weiterleiten.

Wer kann das Portal nutzen und benötigt man eine Schulung?

Das Portal ist eine Online-Lösung, es ist also keine Installation einer Software notwendig. Die Darstellung ist dabei so intuitiv gehalten, dass jeder Anwender das Portal nutzen kann. Der Zugriff auf das Webportal funktioniert mit allen in den Nutzungsbedingungen spezifizierten Browsern.

Wann erhalte ich als Neukunde nach der Installation Zugang zum Portal?

Die Aufschaltung und Verifikation der Installation sollte spätestens anderthalb Wochen nach der Installation abgeschlossen sein. Die Vertragslaufzeit beginnt jeweils zum Ersten des Folgemonats nach der Installation. Nach Abschluss der Installation erhalten die vorher festgelegten Nutzer eine Aktivierungsmail und habe nach der Registrierung vollen Zugang. Auch vor Aktivierung der Kundennutzer ist die Ausfallüberwachung bereits aktiv.

Was ist der Unterschied zwischen der Anysight-Lösung zur sogenannten nativen Konnektivität bei neueren Heizungen?

Anysight überwacht das komplette Heizungssystem, d.h. nicht nur den Wärmeerzeuger sondern auch bspw. auch die Wärmeverteilung sowie Heizungsstränge und Übergabestationen. Dadurch ist eine Überwachung über alle Hersteller, Technologien und Alter von Heizungsanlagen hinweg möglich und das über eine Plattform. Hier finden Sie eine detaillierte Gegenüberstellung von Anysight zu Lösungen der Heizungshersteller und zur Gebäudeleittechnik (GLT).

Ab wann funktioniert die Anlagenüberwachung, muss ich selber noch Schwellwerte definieren?

Die Anlagenüberwachung funktioniert durch den qualifizierten Abgleich mit vergleichbaren Anlagen sofort nach dem Einbau. Die Qualität der Störungsdetektion steigt mit der Dauer der Überwachung. Im Gegensatz zur Ausfallerkennung ist die energetische Auswertung einer Anlage frühestens nach drei Monaten möglich.

Wie stellt das System sicher, dass die Anlage nicht planmäßig, beispielsweise aufgrund von warmen Außentemperaturen abschaltet?

Anysight lernt das Verhalten von Heizungssystemen auf Grundlage des eigenen Anlageverhaltens und des Verhaltens von vergleichbaren Anlagen in Abhängigkeit von Uhrzeit, Datum und Außentemperatur. So wird sichergestellt, dass im Sommer erst bei ungewöhnlichem Anlagenverhalte ein Alarm auslöst und eine gut eingestellte Sommerabsenkung als normaler Anlagenbetrieb bewertet wird.

Können bestehende Datenpunkte eingebunden werden?

Nein, aufgrund der besonderen Spezifikation der Sensoren und des standardisierten Datenmodells können keine weiteren, externen Datenpunkte eingebunden werden. Aktuell arbeiten wir an der Entwicklung weiterer eigener Datenpunkte, diese werden aber erst mittelfristig zur Verfügung stehen.

Gibt es feste Wartungsintervalle / Wartungskosten?

Das Gerät ist während der Lebensdauer vollständig wartungsfrei. Sollten wider Erwarten Probleme in der Nutzung auftreten, werden Sie als Kunde kontaktiert. In Mietmodellen sowie während der gesetzlichen Gewährleistung innerhalb der ersten zwei Jahre erfolgt bei technischen Problemen ein Austausch des Gerätes, bzw. einzelner Sensoren. Dafür müssen Sie das Gateway oder den betroffenen Sensor einsenden, erhalten einen Ersatz und können diesen wieder einstecken. Der Aufwand ist dabei vergleichbar mit dem Einstecken eines Internetrouters für den Heimgebrauch. Außerhalb der gesetzlichen Gewährleistung können Sie Ersatzgeräte bzw. -sensoren bestellen.

Kann das System auch aus der Ferne steuernd eingreifen?

Nein, es erfolgt kein Eingriff in das Heizungssystem.

Wird eine spezielle Software benötigt?

Für die Nutzung des Online-Portals ist keine spezielle Software notwendig. Bitte beachten Sie aber die jeweils aktuellen Angaben und Einschränkungen zur Browser-Kompatibilität der Online-Plattform.

Kann ich das Anysight-System mit anderen Bosch-Produkten, wie zum Beispiel der App MyBuderus, dem Buderus Control Center Connect oder dem Bosch HomeCom, verbinden?

Wir arbeiten aktuell an standardisierte Integrationen, diese stehen aktuell aber noch nicht zur Verfügung.

Ihr Kontakt

Boris Goertz

Sales Manager Connected Building Services

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